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Apfelsorte Jonathan

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 Allgemeines
 Sortenname: Jonathan
 Erntedatum: 2005-09-12
 Bonitierdatum:  2006-02-13
 Letztes Update: 2007-05-16 10:12:35 Uhr

Frucht Fruchtaufschnitt (außen)


Blüte Fruchtaufschnitt (innen)


Blätter Frucht am Baum


Habitus Kerne



 Herkunft und Geschichte:

Synonyme: Ulster [Seedling], King Phillip, New Esopus Spitzenberg
Herkunft:
Zufallssämling aus freier Abblüte der nordamerikanischen Sorte "Esopus Spitzenberg", Ulster County NY (USA), 1826 erstmals beschrieben
Mutanten: Zahlreich; unterscheiden sich in der Ausprägung der roten Deckfarbe. Bekannt sind in Österreich die Typen "Watson" und "Heines". Außerdem ist die Sorte Elternsorte zahlreicher Züchtungen wie z.B:
- Jonagold (Vatersorte x Golden Delicious)
- Idared (Muttersorte x Wagenerapfel)
- Florina (Vatersorte x Schorfresistenter Sämling)

Standort: Die Sorte verlangt Klimata mit ausgeglichenen, milden Tag- und Nachttemperaturen im Frühjahr und Herbst. Dennoch ist Jonathan nicht sprätfrostempfindlich, sondern niedrige Temperaturen wirken sich nur auf die Fruchtqualität und nicht auf den Fruchtansatz aus. Abgesehen vom Wärmeanspruch stellt die Sorte wenig Anforderungen an den Standort. Sowohl mäßig frisch bis trockene Böden können genutzt werden. Die Früchte sind windfest.
Blüte:
Mittelspät blühend mit Neigung zur Selbstfruchtbarkeit. Sehr guter Pollenspender; intersteril mit Melrose (Muttersorte x Red Delicious).
Ertrag: Früh einsetzend und regelmäßig. Lagerung nicht unter +3 Grad da sonst fleischbräuneempfindlich
Befruchtersorten: Alkmene, Berner Rose, Champagnerrenette, Klarapfel, James Grieve, Cox Orange

Vorteile:

- Keine Alternanz
- Guter Pollenspender
- vielseitig verwendbar (Tafel, Küche, Most, Brand)
- breit anbaufähig mit aromatischen Früchten
- bis Februar im Kühllager haltbar

Nachteile:
- Sehr mehltauempfindlich
- Feuerbrandempfindlich
- anfällig für Virosen
- Jonathan-Spots (Schwarze Hautflecken, insbes. auf großen und überreifen Früchten)
- Sortentypisches schwaches Wachstum erfordert geordneten und sorgfältigen Schnitt um ein Verkahlen der Langtriebe zu vermeiden.

Literatur (Auswahl):
Hartmann, Atlas "Alte Obstsorten", Ulmer Verlag, Stuttgart 2000
Bernkopf S. et al. (2003): Neue Alte Obstsorten; Club Niederösterreich; Wien
G. Götz, R. Silbereisen: Obstsortenaltas; Ulmer Verlag; Stuttgart 1989
Bartha-Pichler B., Brunner F., Gersbach K., Zuber M. (2005) Rosenapfel und Goldparmäne; AT-Verlag; Baden/München

 
Zusätzliche Merkmale:
-

Datenbank-Status
Status dieses Datensatzes:
75 %